Langeoog gehört zu den sieben bewohnten Ostfriesischen Inseln. Dieser dem Festland vorgelagerte Inselgürtel besteht nicht, wie an der schleswig-holsteinischen Küste, aus Überresten eines durch Sturmfluten zerschlagenen Festlandes, sondern setzt sich aus Düneninseln zusammen.


Der erste urkundliche Nachweis von Langeoog stammt aus dem Jahre 1398. 1920 und später freigelegte Spuren deuten jedoch auf eine Besiedlung bereits im 13. und 14. Jahrhundert. 1625 gab es auf Langeoog sieben Haushaltungen und einen Inselvogt.
Anfang des 18. Jahrhunderts lag das Dorf im Osten der Insel, etwa bei "Melkhörn". Dort wurde auch eine Kirche gebaut. Die große "Weihnachtsflut" von 1717 brach die Randdünen zum heutigen "Großen Schloop" (Schloop, Sloop = ehemaliger Dünendurchbruch) durch und riss die Insel in drei Teile. Die Kirche und das Pfarrhaus wurden zerstört, die Insulaner wanderten bis auf vier Familien ab. 1721 ist die schwer heimgesuchte Insel entvölkert. Erst Jahre später setzt die Neubesiedlung ein. 1741 baut Vogt Taaken im Osten der Insel eine Wohnstätte, die heutige Meierei. Im Jahre 1800 gilt das Inseldorf, das wieder im Westen liegt, als gesichert.


Das Badeleben auf Langeoog beginnt 1830 mit dem Amtsrichter von Vangerow als ersten Bade-gast. Das erste Gästehaus ("Zum Fürsten Schaumburg-Lippe") wird 1863 gebaut. 1888 übernimmt das Hospiz das Seebad und stellt einen Badekommissar ein. Erst 1927 geht der Badebetrieb in die Hand der Kurverwaltung über. Die Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog führt den Fährbetrieb der Reederei "Esens-Bensersiel-Langeoog" fort.
Heute hat Langeoog rund 150.000 Gäste pro Jahr mit mehr als 1,4 Millionen Übernachtungen.